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Pasta mit Walnusspesto und Radicchio | chestnutandsage.de

Wenn der Tag kompliziert war, der Mond den Himmel nicht wie eine Pizza küsst und Amore auf sich warten lässt, dann führt ein genervtes Wort zu einem müden Blick und einem Abendessen – in Schweigen und damit in vermeindliches Gold gehüllt. Doch das Gold blättert, ist dieses Schweigen doch vielmehr ein Schutz denn edle Zurückhaltung. Schutz vor einem nicht verstanden werden (wollen), vor der Erkenntnis, dass es vielleicht doch niemanden interessiert, vor Zurückweisung. Je länger man sich hinter dem eigenen Schweigen versteckt, desto wahrscheinlicher entwickelt es sich zur Waffe. Denn auf Ärger, auf Wut, auf all das kann man reagieren. Doch wie verhält man sich einer Schweigenden gegenüber? Einem übergroßen Vorwurf, der im Raum sitzt und alles müde in sich hineinfrisst. Einer Leinwand gleich, auf die man Zweifel und Verzweiflung projiziert, das sogar muss. Unfähig zu begreifen, dass Energie, Worte, einfach nur auf der Strecke geblieben sind. Ich trug in letzter Zeit viel zu viel Gold und meine, dass mir Silber eigentlich besser steht. Und weil Pasta auch mal in ein neues Gewand gekleidet werden will, trägt sie heute die Farben der Saison Walnussbraun und Radicchiolila. Auf dass die Worte zurückfinden und nur das was glitzert auch wirkliches Gold ist. Weiterlesen…

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Walnusskuchen mit Halva | chestnutandsage.de

Manchen Tags, auf dem Heimweg, wenn noch nicht alle Katzen grau sind und man die eigenen Unzulänglichkeiten, die verpassten Telefonanrufe und die nicht geschriebenen E-Mails rekapituliert, trennt sich der Himmel in wolkenverhangen und strahlendes Abendrot. Unversöhnlich und gegenüber. Die letzten Strahlen, die die Sonne über die Landschaft schickt, fallen auf jene, die schon im Dunklen stehen und schenken ihnen ein letzten großen Auftritt vor drohender Kulisse. Flirrend und leuchtend. Als ob dieses Licht das letzte Aufbäumen des Sichtbaren ist. Als ob dieses Licht wüsste, dass die Dämmerung nicht nur die Farben, sondern auch das Lachen, das Leben, verschlingt. Als ob dieses Licht die Seele davor schützen möchte, sich in die Decke der Dunkelheit zu hüllen. Denn bei Tag ist es so. Und des Nachts ganz anders. Da passt kein Blatt mehr dazwischen. Das muss Kuchen wieder richten. Am besten mit allem, was ich liebe: Walnüsse, Sesam, Zucker. Auf dass das Unvereinlichscheinende zur Ruhe kommt und den Ausblick endlich einmal genießen kann. Weiterlesen…

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Kuechenradio | Fotograf Markus Pant | unsplash.com
Fotograf: Markos Mant

Im November darf ich endlich die ruhigen Töne anschlagen. Nicht, dass es hier jemals aufgeregt gewesen wäre. Aber wenn die Tage kürzer werden, brauche ich noch mehr Ruhe, als ich eh schon benötige. Und die hole ich mir mit vielen fast vergessenen Lieblingsliedern, die mir fast abhanden gekommen wären. Doch zum Glück gibt es Algorithmen, die einen doch manchmal besser zu kennen scheinen, als einem lieb ist.

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Jay Wennington | unsplash.com
Fotograf: Jay Wennington

Der erste Schnee, ich kann es kaum glauben, war schon da. Im Oktober. Der es so gut mit mir meinte, arbeits- und erlebnisreich. Trotzallem habe ich die Zeit gefunden, zu sammeln, was mir besonders gut gefallen hat – und falls das nicht offensichtlich ist: dieser allererste Schnee gehört da definitiv nicht dazu.

Was hat Euch diesen Oktober besonders gut gefallen?
Habt einen schönen November!
Julia

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Wie man Pasta selber macht | chestnutandsage.de

Frei nach dem Motto “Anstatt Sorgen sollte man sich lieber Pasta machen”, widme ich mich heute dem schönsten aller Comfort Foods überhaupt: Nudeln. Nur mit Trüffelbutter, mit Ricotta und Kapern, Kürbissoße oder einer leckeren Tomatensoße – Nudeln gehen einfach immer. Und natürlich spricht überhaupt nichts dagegen, die Lieblingsnudel aus der Packung zu nehmen, an manchen Tagen jedoch darf es gerne ein bisschen aufwändiger sein. Denn Nudeln selber zu machen benötigt zwar nur wenige Handgriffe, dafür aber etwas Zeit – egal ob man nun eine Nudelmaschine hat oder auf die Kraft der eigenen Hände vertraut.  Weiterlesen…

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Belegtes Brot mit Birnen-Sellerie-Salat

Wenn der hier schon oft beschworene Sommer am Balkon einfach nicht enden mag, so liegt das daran, dass ich mir das gewünscht habe. Die Blätter der Hortensie mögen sich zwar schon etwas verfärben, der Thymian ist sogar schon zurück geschnitten, doch die Bienen brummen immer noch um den Basilikum und die Rose schenkt mir ab und zu noch eine Blüte. Es ist ein verrückter Zustand: die Pullover warten frisch gewaschen auf ihren Einsatz, doch die Sommerröcke lachen sie, immer noch im Schrank hängend, aus: ihr wollt das Licht des Herbstes sehen? Sorry, Wollknäuele, der fällt dieses Jahr aus. Und weil dem ja tatsächlich so zu sein scheint, greife ich zur Schere und ernte weiter Kerbel, Erstragon und Petersilie, die ich heute großzügig mit Fenchel, Sellerie und Birne vermische und dann zusammen mit ein paar belegten Broten genieße. Auf dem Balkon natürlich, wo der Sommer einfach nicht enden mag. Weiterlesen…

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